2. Platz beim Bottroper Stadtradeln und die Geschichte von Schacht 10

Dank des großartigen Einsatzes von Josef Czajka, Dieter Richert und Christoph Kaibel für den TTG Bottrop 75, erreichten sie den 2. Platz beim Bottroper Stadtradeln. Als Preis erhielt der Verein Plätze für 4 Personen zu einer Grubenfahrt.

In der Zeit des Wettbewerbes von 3 Wochen schaffte es Joseph Czajka eine wahnsinnige Distanz von 1500 km mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dieter Richert legte für das Team eine Strecke von 200 km, dicht gefolgt von Christoph Kaibel mit 100 km, zurück.

Für das Team bedeutet das somit eine durchschnittlich zurückgelegte Strecke von 600 km pro Teammitglied. Somit erreichte das Team TTG Bottrop 75 in der Teamwertung den 2. Platz! In der Einzelwertung schaffte es der Tischtennisspieler und neuerdings auch Radprofi Joseph Czajka auf Platz 4. Nur wenige Kilometer trennten ihn vom 2. und 3. Platzierten mit jeweils 1800 km.

Durch den Umstieg auf das Fahrrad konnten die Teilnehmer des Teams TTG Bottrop 75 einen CO2-Ausstoß von 256,6 kg verhindern!

Als Preis für diese Leistung wurden 4 Vereinsmitglieder (Joseph Czajka, Christoph Kaibel, Sercan Altunsaban und Dennis Lünsch) zu einer Grubenfahrt in Bottrop eingeladen. Diese fand am 05.11.2014 auf dem Bergwerk Prosper Haniel in Bottrop statt. Nach einer kurzen Vorstellung der Gruppe und einer Einführung auf dem Standort Prosper V an Schacht 10 ging es auch gleich zur Sache. Es hieß die Straßenbekleidung abzulegen und gegen die Bergmannskluft zu tauschen.

Grubenfahrt 2014
Die Gruppe ist bereit zur Fahrt ins dunkel, alle haben ihre Alltagsbekleidung abgelegt und sind in die Arbeitsbekleidung der Kumpel geschlüpft.

Nach dem dies geschehen war, ging es per Förderkorb hinunter zur siebten Sohle in rund 1200 m Tiefe. Unten angekommen bot sich einem Außenstehenden eine fremde Welt, dunkel, warm, staubig, einzigartig. Die Arbeitswelt der Kumpel. Per Dieselkatze wurden wir in die Nähe eines Abbaubetriebes heranbefördert. Der letzte Weg musste zu Fuß errungen werden. Am Abbaubetrieb angekommen, konnten wir einen Kohleabbau per Walzenbetrieb im Streb aus nächste nähe, nicht mal ein Meter entfernt, begutachten. Eine einzigartige Erfahrung! Der Streb war stellenweise keinen Meter hoch, es war um die 30° Celsius warm, die Luftfeuchtigkeit war wahnsinnig hoch, das Terrain steil und rutschig. An der Oberfläche wieder heil, aber komplett schwarz angekommen, wurde der Gruppe zur Stärkung erst mal eine Erbsensuppe gereicht.

SONY DSC
Alle Teilnehmer sind wieder heil an der Oberfläche angekommen. Jeder mit einem Stück Kohle das als Erinnerung an diesen schönen Tag dienen soll.

 

Nachdem diese gemeinsam in geselliger Runde verspeist wurde, ging es unter die Dusche und zur anschließenden Verabschiedung. Was man im Anschluss an diesen Ausflug sagen kann, für alle Teilnehmer werden es wohl 6 unvergessliche Stunden bleiben!

Einen großen Dank gilt unserem Team, die diesen einzigartigen Ausflug erradelt haben und den Organisatoren des Stadtradeln! Wir freuen uns bereits auf das Stadtradeln 2015!


Eindrücke der Grubenfahrt:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.