Siegerehrung Stadtradeln

Die 3 Wochen Stadtradeln in Bottrop sind rum und wir können zur Siegerehrung schreiten.
Wie in all den Vorjahren ist auch diesmal unser Meisterradler Josef der Sieg mit 820 geradelten km nicht zu nehmen.
In 21 Touren in alle Richtungen von Bochum, Duisburg, Dorsten und Essen gab es keinen Ruhetag. Die kleinste Tour war 20 km innerhalb von Bottrop, die weiteste mit 60 km nach Dorsten.
Aber auch Julian hat alle 21 Touren mit absolviert, somit gebührt beiden der Sieg im Team TTG.
Platz 3 geht an mich selbst, mit 292 km, vor Norman mit 255 km.
Insgesamt haben in Bottrop über 100 Teams teilgenommen und das Team „Tischtennis in Bottrop“ hat immerhin Platz 19 mit erradelten 3213 km erreicht.
Aber bei allen Lobeshymnen, die demnächst wieder durch Stadt, Presse und Medien verkündet werden, sei mir eine kritische Anmerkung erlaubt.

Fazit
5x um die Erde mit 1000 Radfahrern aus Bottrop in 3 Wochen klingt nach Verkehrswende, bedeutet aber im Umkehrschluss, 116.000 Bottropern bzw. über 99% ist das schnuppe und fahren gleichzeitig Mio km CO2-haltig.
Und was für Bottrop gilt, sehe ich leider auch in unserem Verein. 4 Teilnehmer bei 230 Mitgliedern ist da nur marginal besser. Warum schafft es keiner, zumindest bei Traumwetter, mit dem Fahrrad zum Training zu kommen?
Stattdessen sehe ich nur Solofahrer beim Training. Zumindest das hat die Generation vor uns viel effizienter gelöst, indem man seinen Trainingspartner abgeholt hat!
Und wo ich schon mal am kritisieren bin: Warum gibt es am Bottroper Impfzentrum keinen Fahrradständer? Weil sich kein Bottroper die 0 bis 5 km zutraut? Nach der Impfung Angst hat, vom Rad zu fallen?
Und zusätzlich sind die 1% Fraktion der Bottroper Radfahrer auch noch Freizeitfahrer.
Am Rhein-Herne Kanal bei schönem Wetter und Wochenende denkt man, die Verkehrswende läuft. Aber bei ALDI, Bäcker, Bürgerbüro, Impfzentrum und Turnhalle steht mein Rad meist alleine in pole position des gefüllten Parkplatz.
Trauriger Fakt der 200.000 geradelten km in Bottrop sind bestenfalls 10% eingesparter CO2 Verbrauch durch Verzicht auf sein Auto. Da müssen wir nochmal nachsitzen und uns das in Holland oder Münster abgucken …

Lob

Bei aller Kritik sollte man das Loben nicht vergessen. Der Schülerwettbewerb hat die Aktion deutlich nach vorne gebracht. Alleine die Sekundarschule Kirchhellen und die beiden Gymnasien haben mit 300 Schülern über 40000 km beigetragen und das sicherlich zum Teil effektiv auf dem Schulweg. Gleichzeitig konnte diese Gruppe auch ihre Eltern als Multiplikator gewinnen. Das kann nicht hoch genug honoriert werden und ich hoffe, die Schulen werden nicht mit Urkunde, sondern echten Preisen gefeiert.

5 Gedanken zu „Siegerehrung Stadtradeln“

  1. Nun ja, mit der Endabrechnung in der Wertung warten wir noch, denn die Teilnehmer haben noch eine Woche Zeit, ihre Kilometer nachzutragen. Trotzdem können wir auf unser Tischtennis-Team stolz sein. Erst recht wenn man bedenkt, dass einzelne Spieler zwar mitgemacht haben, aber für andere Teams gefahren sind. Albert z.B. für Seepex.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.